Was ist Applied Kinesiology?
Applied Kinesiology
– wenn Symptome keine klare Ursache haben
Applied Kinesiology (AK) ist ein funktionelles Diagnoseverfahren, das mit Hilfe eines neurofunktionellen Assessments Hinweise auf Blockaden, Regulationsstörungen und Belastungen im Körper geben kann. Im Mittelpunkt steht die manuelle Testung einzelner Muskeln und ihrer Reaktion auf bestimmte diagnostische Reize. So können funktionelle Zusammenhänge sichtbar werden, die für das Verständnis chronischer oder unklarer Beschwerden wichtig sein können.
Applied Kinesiology verbindet Elemente aus manueller Medizin, Osteopathie, Traumathearpie, Akupunktur, Ernährungsmedizin und Mikronährstoffmedizin mit medizinischen Grundlagen aus Neurologie, Biochemie und Physiologie. Als Teil der funktionellen Medizin ermöglicht die Methode einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen – besonders dort, wo Beschwerden bestehen, obwohl herkömmliche Untersuchungen keine ausreichende Erklärung liefern.
Unser Blick ins Nervensystem – und in Ihre Gesundheit
Wenn Sie das erste Mal in der Praxis sind, merken Sie schnell: Hier läuft einiges anders, als Sie es vielleicht gewohnt sind. Und das mit gutem Grund. Ich arbeite nach dem Prinzip der Applied Kinesiology (AK) – einem ganzheitlichen, neuro-funktionellen Konzept, das mir oft hilft, Beschwerden auf den Grund zu gehen statt nur Symptome zu behandeln.
Vielleicht fragen Sie sich nach der ersten Sitzung: „Was genau passiert da eigentlich mit meinen Muskeln? Und was hat das mit meinen Schmerzen, meinem Nervensystem oder meiner Verdauung zu tun?“ Die Antwort: sehr viel.
Applied Kinesiology – ein besonderer ganzheitlicher Ansatz
Hinter der Applied Kinesiology (AK) verbirgt sich ein ganzheitlicher Ansatz, der verschiedenste Therapierichtungen rund um Mechanik, Biochemie und unser Gehirn vereint. Hierzu zählen die Osteopathie, manuelle Techniken, die Akupunktur, die Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen ebenso wie die Verbesserung unserer Ernährung, internistische Therapien wie das Einstellen von Schilddrüsenfunktionsstörungen, die Traumatherapie (Injury Recall) und ein gezieltes individuelles muskuläres Training nach der Behandlung.
Applied Kinesiology in München - für wen ist diese Methode sinnvoll?
Applied Kinesiology München ist ein Schwerpunkt meiner ganzheitlich-medizinischen Arbeit.
Applied Kinesiology lohnt sich zum Beispiel dann, wenn bestimmte Bewegungen nicht mehr richtig funktionieren, Beschwerden am Bewegungsapparat, der Wirbelsäule oder Gelenken immer wiederkehren oder man vor einer Spritze oder Operation noch einmal funktionell genauer hinschauen möchte. Auch nach Schleudertraumata, Verletzungen, Operationen oder bei Narben kann AK helfen, gestörte Bewegungsmuster sichtbar zu machen. Oft zeigt sich dabei auch, ob Mikronährstoffmängel, Verdauungsbeschwerden, Erschöpfung oder Schilddrüsenprobleme wie Hashimoto eine Rolle spielen. Gerade bei Beschwerden, die sich durch die bisherige Diagnostik nicht ausreichend erklären lassen, kann AK wertvolle Hinweise geben.
Die Muskeltestung – das neuro-funktionelle Assessment
Das Kernelement der AK ist das, was der Volksmund als Muskeltestung bezeichnet. Aus dieser professionellen Urform hat sich die Laien-Kinesiologie entwickelt, von der ich mich abgrenze.
Versteht man den neurologischen Hintergrund, wird schnell klar, welch außergewöhnliches diagnostisches Werkzeug wir hier an der Hand haben
Hierzu lässt man den Patienten einen Muskel in einer ganz speziellen Ausgangsposition anspannen. Diese Position ist so gewählt, dass möglichst gezielt ein bestimmter Muskel beurteilt werden kann.
Dadurch erfahre ich anhand meiner anatomischen Kenntnisse sehr viel, nämlich
- wo der Muskel liegt und wo wir ihn mechanisch behandeln können und
- welcher Nerv ihn versorgt, wo dieser verläuft und auf welcher Wirbelebene, also zwischen welchen Wirbeln er austritt.
Warum stehen wir gerade?
Ändern wir einmal den Blickwinkel:
Haben Sie schon einmal ein Skelett gesehen, welches an einem Haken aufgehängt ist und völlig schief hängt? Betrachtet man ein Skelett, dann wird klar, dass wir Menschen nur deshalb gerade stehen können, weil unsere Muskeln symmetrisch ziehen. Die Muskeln links und rechts, vorne und hinten, müssen gleichermaßen anspannen, sonst sind wir schief. Und ein schiefes „Gestell“ führt oft zu Rücken-, Nacken- oder Gelenkschmerzen.
Muskelfehlfunktion macht (oft) Schmerzen
Haben Sie sich bei diesem Skelett schon das Schultergelenk angeschaut? Ein großer Oberarmkopf sitzt in einer winzigen Pfanne. Die Knochen selbst haben keine Chance, diesen großen Kopf in der Mitte der Pfanne zu halten. Entscheidend dafür sind die Schultermuskeln. All die Muskeln rund um die Schulter müssen zusammenarbeiten.
Und es ist wie im richtigen Leben – hat einer keine Lust und macht nicht mit, müssen andere die Arbeit übernehmen und das geht selten gut.
Als Folge kann der Oberarmkopf nicht mehr schön zentriert in der Schulterpfanne sitzen. Dann kann der Kopf an Knochen und Sehnen „schaben“ – Schmerzen können entstehen und Bewegungen eingeschränkt sein. Die Arme lassen sich nicht mehr über den Kopf heben, Sie können sich nicht mehr am anderen Ohr kratzen oder eine Schleife hinter dem Rücken binden. Beim Golfen oder beim Tennis klappt der Aufschlag nicht mehr, bei manchen Bewegungen schießen plötzlich Schmerzen ein.
Haben Sie also Beschwerden an Gelenken, könnte es sein, dass ein Muskel „keine Lust mehr hat“, mitzuspielen.
„AK'ler sind Muskelfreaks“
Mit der Muskeltestung der Applied Kinesiology nutze ich hier in der Praxis die Möglichkeit herauszufinden, welche Muskeln im Sinne der AK "nicht funktionieren" und welche therapeutischen Maßnahmen sinnvoll sein können, damit sie wieder mitmachen.
Ursachen für Muskelfehlfunktion
Neben verschobenen Wirbeln gibt es viele verschiedene Ursachen für eine Fehlfunktion von Muskeln.
In Sachen Mechanik sind neben den Wirbelkörpern auch Ursachen am Kopf, Becken oder an anderen Regionen denkbar. Hier hilft mir mein Wissen aus der Chirotherapie, der Osteopathie, der Blick auf die Kopfgelenksinstabilität oder eine Funktionsstörung am Kiefergelenk.
Auch die Biochemie hat einen großen Einfluss auf unser Nervensystem. So können beispielsweise Vitamin- und Mineralstoffmängel die Funktion von Nerven und Muskeln beeinflussen.
Muskelfehlfunktionen können zudem mit unserem Nervensystem und unserer Psyche zusammenhängen. Hier stehen vor allem Traumata im Sinne von Injury Recall im Vordergrund, zum Beispiel nach Schleudertraumata, Operationen oder Verletzungen.
Die Triad of Health
Palmer prägte bereits 1910 den Begriff der „Triad of Health“. Diese besagt, dass ein gesunder Mensch in der Mitte eines Dreiecks steht. Diese drei Seiten sind aufgebaut aus Mechanik, Biochemie und Psyche. Moderner ausgedrückt geht es hier um unser Zentrales Nervensystem (ZNS).
Der Mensch ist eine Einheit und alles an und in ihm beeinflusst sich gegenseitig.
Dies ist der ganzheitliche Ansatz, den ich hier in der Praxis verfolge. Die AK bietet mir auf allen drei Seiten ein vielseitiges Handwerkszeug. Mein „Point of Entry“ – also mein Guckloch in den Körper – ist die Muskeltestung. Sie hilft mir herauszufinden, wo es klemmt und wo es sich lohnt anzusetzen.